
Mittelsachsen
Im Landkreis Mittelsachsen hat die Impfung gegen die Neue Grippe begonnen.
Ende der vergangenen Woche sind die ersten 5 000 von insgesamt 19 000 Impfdosen beim Gesundheitsamt eingetroffen. „Wir werden zunächst nur Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie Angehörigen der Feuerwehr eine Impfung anbieten,“ erklärt Dr. Annelie Jordan, Leiterin des Gesundheitsamtes. Dieser Personenkreis entspricht etwa sechs Prozent der Einwohner des Landkreises Mittelsachsen. Teile der gelieferten Dosen werden an Krankenhäuser für deren Personal ausgeliefert.
Es ist geplant, das ab 9. November der Impfstoff an die Apotheken geliefert wird, so dass sich kurz danach die chronisch kranken Einwohner gegen den Virus schützen können. Die Impfung erfolgt hier durch den Hausarzt. „Ich rate dazu, den Hausarzt zu kontaktieren und sich individuell zur Impfung beraten zu lassen“, so Dr. Jordan. Denn eine Impfung sollte beispielsweise nicht durchgeführt werden, wenn man eine Erkältung oder Fieber hat.
Nach den bisher vorliegenden Informationen ist die Impfung gegen die „Neue Grippe“ allgemein gut verträglich. Durch die Verwendung von Wirkverstärkern, sog. Adjuvantien, können im Vergleich zu saisonalen Grippeimpfstoffen nach der Impfung etwas häufiger Lokal- und Allgemeinreaktionen auftreten. Beispielsweise gehören dazu Rötungen und schmerzhafte Schwellungen an der Injektionsstelle sowie Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, verstärktes Schwitzen, Schüttelfrost oder grippeähnliche Symptome.
Die mittelsächsische Amtsärztin unterstreicht aber, dass die Impfung gegen die Neue Grippe nicht die jährliche Influenza Schutzimpfung ersetzt. „Beide Impfstoffe sind miteinander verträglich“, so Dr. Jordan.
Bisher gab es 19 Fälle der „Neuen Grippe“ in Mittelsachsen - alle ohne schweren Krankheitsverlauf.